Koni Nordmann: «Ich hoffe fest, dass die real und vor Ort aufgenommenen Bilder noch Zukunft haben.»
Das 373. Fragebogeninterview, heute mit Koni Nordmann, Fotograf, Verleger und Experte für visuelle Kommunikation. Bei ihm beginnt der Morgen im Chor: «SRF2 Kultur läuft, und Caroline Lüchingers «Guten Moorgen» wird zuverlässig lautstark nachgeahmt.» Er sagt, die Medienproduktion habe sich enorm beschleunigt: Es «geht alles viel, viel schneller.» Das sei der digitalen Produktion geschuldet, «was leider nicht nur bessere Resultate mit sich bringt.» Die Leichtigkeit, mit der Falschinformationen produziert und verbreitet werden, sei «ein Albtraum für die Gesellschaft, die Politik, für alle.» Er findet die Digitalisierung nicht nur schlecht: «Das Medienschaffen ist heute niederschwelliger – wenn man so will, demokratischer.» Es sind keine teuren Druckmaschinen und aufwendigen Vertriebsstrukturen mehr nötig. «Start-ups wie ‹Inside Paradeplatz›, ‹Tsüri› oder ‹Republik› zeigen, was möglich ist – das macht Mut.» Gleichzeitig bleibe es eine grosse Herausforderung, «als kleine Online-Plattform eine relevante Reichweite zu erzielen.» Als Fotograf wünscht er der Fotografie ein langes Leben: «Ich hoffe fest, dass das die real und vor Ort aufgenommenen Bilder noch Zukunft haben. Wenn ich dieser Tage lese, dass der ‹Washington-Post›-Besitzer Jeff Bezos das gesamte Fototeam entlässt, so macht mich das fassungslos.»
Welches Medium darf bei Dir zum Frühstück nie fehlen?
Bei uns zuhause beginnt der Morgen im Chor: SRF2 Kultur läuft, und Caroline Lüchingers «Guten Moorgen» wird zuverlässig lautstark nachgeahmt. Dazu kommen die E-Paper von «Tages-Anzeiger» und NZZ. Meine Partnerin löst später die beiden Wordle-Rätsel aus dem Tsüri-Newsletter und dem 6i-Briefing.
Wie hältst Du es mit Facebook und Instagram, X, Bluesky, Threads und Mastodon, LinkedIn, YouTube und TikTok?
Über meine 1120 LinkedIn-Kontakte erfahre ich regelmässig wer/was/wo. Instagram nutze ich sporadisch. Ich publiziere iPhone-Bilder – seit Jahren mit demselben Hipstamatic-Filter. Meine 517 Follower können so sehen, wo ich gerade bin und was mich umtreibt. X meide ich konsequent, und die übrigen Plattformen empfinde ich eher als Zeitfresser, denn als Bereicherung.
Wie hat sich Dein medialer Alltag seit Deinem Berufseinstieg verändert?
Ich lese «gedruckte Zeitungen» nur noch als E-Paper auf dem iPad. Ehrlich gesagt, will ich gar nicht wissen, wieviel Zeit ich pro Tag mit diesem Gerät verbringe …
Wenn Du an die Medien in der Schweiz denkst – war früher alles besser oder schlechter?
Schwierige Frage. Klar ist, heute geht alles viel, viel schneller. Das ist der digitalen anstelle der analogen Produktion geschuldet, was leider nicht nur bessere Resultate mit sich bringt.
Haben geschriebene Worte noch Zukunft?
Sie haben bestimmt noch Zukunft, doch als Fotograf beantworte ich die Frage in Bezug auf das Bild. Ich hoffe fest, dass das die real und vor Ort aufgenommenen Bilder noch Zukunft haben. Wenn ich dieser Tage lese, dass der «Washington-Post»-Besitzer Jeff Bezos das gesamte – notabene mehrfach preisgekrönte – Fototeam entlässt, so macht mich das fassungslos.
Was soll man heute unbedingt lesen?
«Die Zeit». Ein Leuchtturm! Sowohl journalistisch als auch visuell!
Kannst Du schlechte Bücher weglegen oder musst Du Bücher zu Ende lesen?
Ich lese Bücher ausschliesslich in den Ferien. Nur dann finde ich die Ruhe, mich wirklich auf einen Text einzulassen. Wenn ein Buch mich langweilt oder ärgert, lege ich es locker beiseite.
Wo erfährst Du Dinge, von denen Du nicht gewusst hast, dass sie Dich interessieren?
Seit 35 Jahren am Mittagstisch unserer Ateliergemeinschaft «Kontrast».
Wie lange gibt es noch gedruckte Tageszeitungen?
Genau so lange, wie es noch Ersatzteile für die teuren Druckmaschinen gibt.
Sind Fake News eine Gefahr – oder eine Chance für die Medien?
Die Leichtigkeit, mit der Falschinformationen produziert und verbreitet werden, ist ein Albtraum für die Gesellschaft, die Politik, für alle.
Wie hältst Du es mit linearem (live) Radio und Fernsehen?
Dem linearen Fernsehen konnte ich schon vor 30 Jahren etwas entgegensetzen: Mit meinem Videorecorder nahm ich Must-Have-Sendungen wie 10vor10 auf und schaute sie zeitversetzt.
Hörst Du Podcasts? Hast Du einen Lieblingspodcast?
Selbstverständlich höre ich Podcasts – ein tolles Medium, um unter anderem auch Nischenthemen zu publizieren. Mein aktueller Favorit ist nichtnurschoen.ch. Zwei Begeisterte sprechen jeweils über eines der «Schönsten Schweizer Bücher». Visuelles wird dabei ganz ohne Bilder in Worte gefasst. Wunderbar!
Was bedeutet es für die Medien (und die Gesellschaft), dass laut fög 56 % der 16- bis 29-Jährigen zu den News-Deprivierten gehören?
Das ist ein Fakt – alarmierend, aber nachvollziehbar. Ich selbst bin älter und gehöre leider auch zu den News-Deprivierten. Ich bin froh, nicht mehr in einem Newsroom zu arbeiten und täglich den neuesten Irrsinn aus den USA visuell aufbereiten zu müssen.
Tamedia-VR-Präsident Pietro Supino geht davon aus, dass in zehn Jahren zwischen einem Viertel und einem Drittel der Artikel im «Tages-Anzeiger» von Robotern geschrieben werden. Lässt sich Journalismus automatisieren?
… und anschliessend werden die Tamedia-Abos auch um einen Viertel teurer. Und in einem tranigen Editorial wird dann das Ganze als Innovation und Zusatzleistung verkauft.
Um die Frage zu beantworten: Tiefe und sorgfältige Recherchen kann KI nicht liefern. Vor Ort zu den Menschen zu gehen und Zeit mit ihnen zu verbringen, auch nicht. Und das Gehörte oder Gesehene kritisch einzuordnen – erst recht nicht.
Führt die Digitalisierung zum Tod der Medien oder im Gegenteil zur Befreiung des Journalismus?
Das Medienschaffen ist heute niederschwelliger – wenn man so will, demokratischer. Inhalte lassen sich ohne teure Druckmaschinen und aufwendige Vertriebsstrukturen publizieren. Start-ups wie «Inside Paradeplatz», «Tsüri» oder «Republik» zeigen, was möglich ist – das macht Mut. Gleichzeitig bleibt es eine grosse Herausforderung, als kleine Online-Plattform eine relevante Reichweite zu erzielen.
Brauchen wir in der Schweiz eine Medienförderung?
Ja. Ganz klar.
Schreibst Du manchmal noch von Hand?
Nein. Ich fotografiere mit dem iPhone.
Ist (oder war) Donald Trump gut oder schlecht für die Medien?
Für die Medien ist er schlecht – für die Welt katastrophal. Immerhin macht er den Irrsinn, den er ungeschminkt verbreitet, für alle sichtbar. Das zwingt uns als Berichterstattende und Medienkonsument:innen zu kritischem Denken und Handeln. Mehr denn je gilt es, klug zu agieren und mutige Lösungen zu finden. Denn ich bin überzeugt: Unabhängige Medien haben Wirkung.
Wem glaubst Du?
SRF. Dem «Echo der Zeit» und anderen fundierten Sendungen. Und dem eigenen, moralischen Kompass.
Dein letztes Wort?
Abstimmen!
Unbedingt!
Alle! Am 8. März 2026 gibt’s nur ein «Nein» zur SRG-Halbierungsinitiative-Initiative.
Koni Nordmann
Koni Nordmann hat eine Ausbildung in Fotojournalismus am International Center of Photography (ICP) in New York absolviert. Seine Arbeit umfasst Reportagen, Langzeitprojekte («AIDS») und Werbefotografie. Er fotografierte unter anderem für das «Tages-Anzeiger-Magazin», «The Independent» und «Time». Er ist Mitbegründer des Ateliers Kontrast in Zürich. Koni Nordmann hat jahrelang als Reportagefotograf, Tonbildschauproduzent, Buchverleger, MAZ-Studienleiter, Gestalter («Ostschweiz am Sonntag» und Bildchef/Visueller Blattmacher («Tages-Anzeiger») gearbeitet. Heute bezeichnet er sich als «Digitaler Gärtner» (https://blog.gaertner-graf.com) und visueller Innovator bei Tsüri (https://tsri.ch).
Basel, 18.02.2026, Matthias Zehnder mz@matthiaszehnder.ch
Bild: Mai Hubacher
Seit Ende 2018 sind über 350 Fragebogeninterviews erschienen – eine alphabetische Liste mit allen Namen und Interviews gibt es hier: https://www.matthiaszehnder.ch/aktuell/menschenmedien-die-uebersicht/
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8 Kommentare zu "Koni Nordmann: «Ich hoffe fest, dass die real und vor Ort aufgenommenen Bilder noch Zukunft haben.»"
Die Welt, in der wir leben, nehme ich von Gier, Herrsch- und Vergnügungssucht sowie Zerstörungswut geprägt wahr. Ob mit oder ohne Bilder, und ob voll oder halbiert: mediale Bespassung ist ein Teil dieser Welt.
Gerne gehe ich auf ein paar Stellen im Fragebogen ein: «Ich hoffe fest, dass das die real und vor Ort aufgenommenen Bilder noch Zukunft haben.»
Das hoffe ich mit Herr Nordmann auch. Zweifel kommen jedoch auf, sogar und insbesondere bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten wird mit Ton und Bild Schindluder getrieben – wie (absichtlich?) schade dies doch ist….
https://www.bild.de/politik/inland/gefaelschte-clips-im-heute-journal-zdf-korrigiert-beitrag-zu-trump-abschiebungen-699412be6e842744e5c57da3
Welch ein weiterer schlimmer Glaubwürdigkeitsschaden obendrauf für den eh schon angeschlagenen Zwangs-Gebühren ÖRR in D….
Auch auf Hr. Nordmanns „letztes Wort“ (hoffen nicht, das dies wirklich sein letztes Wort sei) möchte ich ebenfalls noch eingehen: Er treibt mit seiner Antwort Abstimmungs-Propaganda.
Im Zuge der Ausgeglichenheit auf dieser Seite und des Eingehens auf seine Aussage erlaube ich mir ebenfalls etwas zur „200 Fr sind genug SRG-SRF-Medien-Zwangs-Gebühr“ beizusteuern, denn ich hoffe auf ein JA – da es gerade vorgestern/gestern/heute immer bunter wird: SRG-„Komiker“ Kapri ruft zur Wahlfälschung auf. Er sagt wenn jemand „SRF gefällt mir nicht“ auf den Abstimmungszettel schreibt, zähle dies doppelt.
Das ist ein klarer Aufruf zur Wahlmanipulation von Staats-Komiker Kapri…. Was Folgen haben wird.
Zudem:
Heute haut Tamedia raus – das Russland an einem JA zur Initiative arbeitete…. Dies ist ja lächerlich. Aber ein KILLER-Argument… Und viele werden es glauben. Muss heute nur noch mit den bösen Russen kommen, die müssen z.Z. für alles herhalten…. Der Giftschrank der Nein-Sager ist geöffnet… Was kommt noch…
Einfach sehr unsauber, dieser Pro-SRG-Wahlkampf: Denn wieviel Unrecht liegt doch im heutigen System: Die SRG hat ein Budget von 1,5 Milliarden (das meiste aus immer mehr Haushalten, da Bevölkerungszunahme und vielen Firmen und KMU’s, welche doppelt Privat und in Firma zahlen – obwohl Dachdecker und Strassenbauer während der Arbeit kein TV schauen), d.h. 3 Millionen täglich verbrauchen, ob jemand zuschaut oder nicht. Über 500‘000 Fr. erhält der SRG-Boss. Über 400‘000 Fr die Programmdirektoren (davon gibt es mehrere). 15% mehr verdienen Journalisten bei der SRG; Private Verlegen können da nicht mithalten. Viele Gratis-Text-Bild-Seiten der SRG im Netz, welche die Verleger zu Entlassungen zwingen. 150 Social-Media-Kanäle unterhält die SRG. Im Abstimmungsbüchlein durften die Gegner der Initiative mit 3100 Buchstaben ihr Anliegen vertreten. Die Initianten (JA, 200 Fr sind genug) durften nur mit 1350 Buchstaben ihr Anliegen vertreten. Der Verband Swiss Olympic wird mit Steuergeld finanziert und benutzt dies für seine Nein-Kampagne. Die SRF-Sendung Rundschau stellt die „200 Fr sind genug“ in den Zusammenhang von „Rechtsaussen“ und „Rechtsextremisten“. SP-Frau Badran darf 3 Wochen vor den Zürcher Wahlen sehr lange in der Late-Night-Show von St. Büsser auftreten. 70% der SRG-Angestellten bezeichnen sich als „links“ (Studie Fachhochschule Winterthur). Das SRG-Studio Basel (Abt. Kultur) haust in einem Gebäude von Herzog und De Meuron (Aussenarchitektur), die Büros innen liess die SRG von Star-Innenarchitekten Diner und Diner gestalten (Innenarchitektur), alles an bester und teuerster Lage. Der Aussenbereich des „SRG-Campus-Leutschenbach“ gleicht jenem eines GrandHotels. Gartenarchitektur für Erholung wie Ferien bei der Arbeit vom Feinsten. UND UND UND noch mehr Unrecht gegenüber uns Zwangs-Gebühren-Melkkühen. Und die SRG behauptet, man könne nirgens auch nur einen Franken einsparen. Doch auch mit 850 Millionen (200 Fr-Initiative) kann die SRG sehr gut und viel Programm machen.
SOWEIT mein letztes Wort…. Doch das allerletzte Wort hat nicht Hr. Nordmann oder ich (gut so) sondern in einer guten direkten Demokratie das Volk am Abstimmungssonntag.
Hallo Herr Zweidler
Sie reden mal wieder von Zwangsgebühren und vom Unrecht im heutigen System. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass jede Gebühr mit einem gewissen Zwang verbunden ist (sonst wäre es keine Gebühr, sondern ein freiwilliger Beitrag). Vor allem aber bitte ich Sie dringend, das Wort „Unrecht“ zurückzunehmen. Die Empfangsgebühren sind Teil des RTVG, und das ist ein Gesetz, das abgestützt ist in der Bundesverfassung. Sie mögen das als unfair empfinden, als blöd oder was auch immer, aber es ist geltendes Recht. Von Unrecht kann keine Rede sein.
Dann noch inhaltlich: dass die Angebote der SRG im Internet die Verleger zu Entlassungen zwingen, ist Stuss. Das Problem für die Verleger sind die grossen amerikanischen Tech-Firmen. Das zeigen gleich mehrere wissenschaftliche Studien und es zeigt auch die Reaktion des Verlegerverbandes. Eine Annahme der Initiative würde die Medienschweiz massiv kleiner machen und die Schweiz gegenüber ausländischen Medienanbietern schwächen. Das ist weder im Sinn der Verleger noch im Sinn aller anderen Medienakteure. Die Initiative ist unschweizerisch und unpatriotisch.
Guten Tag Matthias Zehnder und Thomas Zweidler, den Disput betreffend Gebühren kann ich wie vieles in der Politik nur noch als ein Ablenkungsmanöver verstehen. Denn wenn ich mir zumute, dem Taifun der Wahrheit ins Auge zu schauen, die sich welt- und schweizweit beispielsweise mit den Epstein-Dokumenten offenbart, bin ich schockiert: erstens und vor allem an sich, und zweitens, weil normale Medien jahre- wenn nicht jahrzehntelang nichts davon wissen wollten und darüber immer noch schweigen.
Lieber U. Keller
Schweigende Medien brauchen wir nicht zu bezahlen….
– empfinde ich.
Doch jetzt bricht es auf: Andrew wurde heute verhaftet, Fergie taucht unter und die Royals hängen noch schräger in der Landschaft. Die Mette aus Norwegen auf merkwürdigen Fotos, ihr Sohnemann verhaftet… Feine Royals allüberall. Bill Clinton neben sehr jungen Mädchen, Bill Gates (Saubermann) dito und weitere „Persönlichkeiten“ (man kann es auch anders nennen) in sehr merkwürdigen Posen auf Foto und Filmen….
Obwohl die Demokraten wie wild suchen, Donald konnte bis jetzt nicht DER (gewünschte) erhoffte Skandal angehängt werden, der Schuss geht mit ihrem Personal (Obamas usw) nach hinten los.
Die Wahrheit wird ans Lichte kommen – denn es kommen neue wahre Zeiten. KI-Videos im ÖRR (ZDF „heute-journal“) fördern nicht die Glaubwürdikeiten. Das Neue soll sich durch die kommenden, werdenden Leben ziehen. In der Schule soll gelernt werden, wie man vertraut. Am besten sich selbst. Gestärkt werden. Intuitiv. Eigene Wahrheit (anstatt fremde). Eigene Linie, sozial und stark. Es beginnt. Und ist nicht mehr aufzuhalten. Von der Wiege bis zur Bahre – bemerken wir (nur einzig selbst) das wirklich Wahre.
Sorry: was hat das mit der Hallbierungsinitiative zu tun? Herr Zweidler lenkt gern ab… Alles, was da aufgezählt wird, kann man auch in der Schweiz in den Medien finden, in Bild und Text. Und was die Katastrophe im „heute-journal“ betrifft: die ZDF-Korrespondentin in New York, die der Redaktion das KI-Video in einer zweiten Version des Berichts untergejubelt hatte, ist heute entlassen worden. Zumindest diese Wahrheit hat nicht lange gebraucht, um ans Licht zu kommen – Herrn Zweidlers übrige „Wahrheiten“ sind einfach überflüssig.
Sie sprechen von der „Wahrheit“ – und ein „Fehler“ ist ihnen unterlaufen: Die ZDF-Korrespondentin in New York wurde nicht „entlassen“, sondern aus New York „zurückberufen“. Bei den Beamten des Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunks (Zwangs-Gebühren-Finanziert) kann man nicht „entlassen“ werden. Auch die SRG ist quasi ein „Amt“ – zahlt es doch im Gegensatz zur „Swisscom“ usw. keinerlei Steuern.
Das ist eine weitere Crux beim ÖRR: Fehlleistungen über Fehlleistungen, manchmal eine laue Entschuldigung, aber nichts passiert. Und Konsequenzen gibt es keine. Doch die Fehlleistung bleibt in den Köpfen der Zuschauer.
Der ÖRR hat (dank dem ZDF, welches absolut bei den „Normalo“-Deutschen untendurch ist) massiv an Glaubwürdigkeit eingebüsst. Hat dies Auswirkungen auf die SRG-Reduzierungs-Abstimmung? Wohl kaum.
Einfluss hätte, könnten all die ausländischen Haushalte in der Schweiz mitbestimmen. Dann könnte die SRG einpacken. Die Mehrheit schauen (begreiflicherweise) ihre Sender der Heimat. SRG-SRF läuft dort – ich kenne viele – nicht eine Stunde pro Jahr.
Wahrheit ist ein grosses Wort – Hr. Streiter. Fehler passieren allen, Ihnen, mir. Pervers wird es aber, begeht man sie extra um die Wahrheit bewusst zu verfälschen. PS: Das Herz ist vertrauenswürdiger wir alle Gebührensender zusammen – empfinde ich 2026….
Was für ein Quatsch. Die SRG ist kein Amt, sondern ein Verein mit öffentlichem Auftrag. Ihre Mitarbeiter sind keine Beamten, sondern ganz normale Angestellte, die jederzeit auch entlassen werden können. Genau das wollen Sie ja mit der Halbierungsinitiative erreichen: Dass möglichst viele Medienschaffende ihren Job verlieren. Dass die Mitarbeitenden von SRF, ZDF oder ORF, wie Sie schreibe, die Wahrheit bewusst verfälschen, ist eine böswillige Verleumdung. In der Schweiz können Sie sich bei den Ombudsleuten und der UBI beschweren, wenn Sie eine Sendung für nicht sachgerecht halten. Bei einer Beschwerde wird genau untersucht, auf welcher Basis die Redaktion berichtete.